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Merry Christmas! Weihnachten rund um die Welt

Nur noch einige Mal schlafen, dann ist es schon Heiligabend. Auch wenn es dieses Jahr etwas anders wird, freuen wir uns auf den Weihnachtsbaum, auf die Geschenke, auf das gute Essen und vor allem – auf das Zusammensein. Ganz genauso ist es rund um die Welt. Einige Konstanten bleiben immer gleich, doch jedes Land macht an Weihnachten doch sein ganz persönliches Programm.

Santa Claus Village in Rovaniemi. Bild: Getty Images/Roman Babakin

Finnland

Der echte, finnische Santa Claus kommt nur einmal im Jahr durch den Kamin. In seinem Office, am Polarkreis in Rovaniemi, nimmt er jedoch das ganze Jahr über Termine an. Wie feiern die Finnen aber Heiligabend? Um sich auf drei Tage Fest vorzubereiten, putzen sie gründlich und schaffen Platz für den Weihnachtsbaum (um den auf dem Markt gefeilscht wurde). Morgens am Heiligabend verliest Turkus Bürgermeister die Deklaration des Weihnachtsfriedens. Der Abend steht im Zeichen eines im Ofen langsam gegarten Schinkens (Joulukinkku), dazu Auflauf oder Stampfkartoffeln. Kombiniert mit Schnee, einer knackigen trockenen Kälte und mit Glück ein paar Nordlichtern – ein unverwechselbar finnisches Weihnachtsfest.

Frohe Weihnachten! Hyvää joulua!

Neujahrsmarkt am Roten Platz, Moskau, Russland. Bild: Getty Images

Russland

Wie der Autor des Artikels aus eigener Erfahrung weiß, ist es in Mütterchen Russland mit Weihnachten anders bestellt. Es gilt der Julianische Kalender und so fällt Weihnachten auf den 7. Januar und wird vergleichsweise selten zelebriert. Religiöse Feiertage waren lange Zeit von der kommunistischen Regierung untersagt und verbannt. So wurde das Silvesterfest zum russischen Weihnachten.

Am 31.12 kommt die Familie zusammen, es wird viel und reich und schwer gegessen und getrunken, Favoriten sind elaborierte Salate wie Olivier, ein Salat aus gekochten Kartoffeln und Karotten, Erbsen, Wurst und Eiern. Ded Moroz (Väterchen Frost), das russische Pendant zu Santa Claus, macht zur späten Stunde seinen Auftritt, und verteilt mit seiner jungen Gehilfin, der Snegurochka (Schneefräulein) Geschenke an die Kinder.

Frohes Neues! S novym godom! (C новым годом) / Frohe Weihnachten! S roschdestwom! (С рождеством)

Weihnachtsdekoration in der Innenstadt von Athen. Bild: LOUISA GOULIAMAKI/AFP via Getty Images

Griechenland

Die Sonne geht unter und öffnet dem Glauben mehrerer Kulturen nach Tür und Tor für allerlei böse Geister. In Griechenland sind es die kallikantzaroi, die in der Periode zwischen Weihnachten und der Epiphanie (6. Januar) ihr Unwesen treiben. Um diese unheiligen Kräfte zu bannen haben die orthodoxen Griechen mehrere Bräuche. Darunter ist zum Beispiel das Anzünden von Feuer (Kerzen oder Kamin) oder das Anbringen von Basilikum, um die Räume des Hauses zu segnen. Neben den klassischen Weihnachtsbäumen zieren auch illuminierte Schiffe die Innenstädte von Thessaloniki und Athen und locken viele Schaulustige an. Weihnachtliche Süßigkeiten und Gebäck sind allgegenwärtig, wie die kourabiedes, Mandelkekse, die mit einer Zuckerglasur überzogen sind. Zum Neujahr gibt es den Vasilopita-Kuchen. Dem Glücklichen, der die darin eingebackene Münze findet, soll im kommenden Jahr Fortuna winken.

Frohe Weihnachten! Kala Christougenna/Καλά Χριστούγεννα!

Menschen in Weihnachtskostümen in Tokio. Bild: KAZUHIRO NOGI/AFP via Getty Images

Japan

“Winner, winner, chicken dinner!” Könnte das die Weihnachtshymne von Japan sein? Das Land der aufgehenden Sonne ist kein klassisches Weihnachtsland. Einige Bräuche des Westens, wie Festbeleuchtung oder das Verteilen von Geschenken schwappten herüber, doch das Fest ist nicht als nationaler Feiertag im Kalender verankert. Seit den 70ern gibt es allerdings eine knusprige Tradition, die das japanische Christmas auszeichnet: Colonel Sanders’ Kentucky Fried Chicken. Das Fast Food Hähnchen ist derart beliebt, dass es ratsam ist, sich sein KFC einige Wochen im Voraus vorzubestellen (besonders wenn es, wie dieses Jahr, geliefert wird). Das ist gelungenes Marketing. 

Frohe Weihnachten! ‚Meri Kurisumasu‘. めりーくりすます / メリークリスマス.

Zwei Kinder vor einer Laterne beim Giant Lantern Festival in San Fernando, Philippinen. Bild: Dondi Tawatao/Getty Images

Philippinen

In den Philippinen strahlt der dunkle Dezember noch heller. Den Samstag vor dem Weihnachtsfest steigt in San Fernando, nordöstlich von Manila, das Fest der Riesenlaternen (parol). Die Tradition nahm ihren leuchtenden Anfang im frühen 20. Jahrhundert und machte nach 1931, als San Fernando an den Strom angeschlossen wurde, einen Quantensprung. Die Laternen wurden größer und größer, bis sie schließlich den heutigen Durchmesser von 20 Fuß erreichten. 3500 bis 5000 vielfarbige Glühbirnen leisten Jahr für Jahr weihnachtliche Arbeit wenn die Dörfer (barangays) gegeneinander antreten. Als asiatisches Land mit dem prozentual größten Anteil an Christen (80%) ist es kein Wunder, dass Filipinos Weihnachten samt Weihnachtsbäumen und Santa Claus schätzen. 

Frohe Weihnachten! Maligayang Pasko! (Tagalog)

Santa Claus in Luna Park, Sydney, Australien. Bild: James D. Morgan/Getty Images

Australien

Weihnachten am Strand ist der australian way. Hier fallen die Ferien in die Sommerzeit, weshalb die heißen Tage gerne mit Sand und Meer kombiniert werden. Häuser werden vor allem in New South Wales mit dem sogenannten Christmas Bush dekoriert, eine australische Pflanze mit kleinen pinken Blüten. Die heiße Jahreszeit ist es auch, die zu etwas anderen Menüs über Weihnachten führt. Kalte Aufschnitte, Meeresfrüchte und Barbeques stehen auf dem Speiseplan, vor allem am 26. Dezember gehen Australier gerne zum Grillen auf den Strand.

Merry Christmas!

Rockefeller Center, New York City. Bild: iStock/cmart7327

USA

Was wäre eine Auflistung ohne das Motherland des kommerziellen Weihnachtsfestes? Das Land von Santa Claus, das Land von Home Alone und Die Hard, der üppig beleuchteten Villen und des eggnogs, der besseren Version des Eierlikörs. Doch auch hier ist Weihnachten nicht gleich Weihnachten. Während an der Ostküste es am Rockefeller Center mit dem Riesenbaum und der Eislaufbahn eher klassisch zugeht, lassen sich die südwestlichen Staaten von Mexiko inspirieren und feiern die schönste Jahreszeit mit tamales. Und im französisch geprägten Louisiana macht Santa Platz für Papa Noel.

Wie auch immer ihr Weihnachten zelebriert, das gesamte Team von Secret Escapes wünscht euch eine gesegnete Zeit und – Merry Christmas!