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Von der Adria bis Zypern: Mittelmeer mal anders

Côte d’Azur, die Balearen, Kroatiens Adriaküste – zweifellos schöne Reiseziele mit ihrem ganz eigenen Charme. Doch am und im Mittelmeer warten noch viele weniger bekannte Ziele, die es auf eure Travel-Bucketlist schaffen sollten. Freut euch auf feinsandige Strände, hinreißende Natur und spannende Historie in Regionen, die ihr vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hattet: Montenegro, Slowenien, Malta und Zypern. Wir stellen euch die schönsten Seiten dieser gut gehüteten Mittelmeer-Perlen vor.

Jaz Beach, Montenegro. Quelle: Getty Images/ mnf74.

Montenegro: Adria-Jetset und Küstenromantik

Ein mediterranes Paradies abseits ausgetretener Pfade mit stark ausgeprägter Steilküste – das ist Montenegro. Bis weit hinter seine wunderschöne Küstenlinie bietet das kleine Land eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt und ist somit ideal für eine Rundreise zu echten Rekordhaltern. Das höchstgelegene Mausoleum der Welt? Besucht den Lovćen Nationalpark und schaut bei klarer Sicht bis nach Italien. Die tiefste Schlucht Europas? Wagt euch im Norden von Montenegro in die Tara-Schlucht. Und wie könnte man anschließend die Abenteuer schöner Revue passieren lassen als am Meer?

Sveti Stefan bei Budva, Montenegro. Quelle: Getty Images/sorincolac.
Bucht von Kotor, Montenegro. Quelle: Getty Images/ Elena_Sistaliuk.

Ein malerisches Fleckchen Erde zum Baden und Segeln offenbart euch der Abschnitt der Montenegrinischen Riviera zwischen Budva und Bar. Zwischen romantischen Küstenorten und bezaubernden Stränden glänzt vor allem die Insel Sveti Stefan. Früher ein Fischerdorf bei Budva, heute mondänes Luxus-Reiseziel für Promis und anspruchsvolle Reisende – aber auch ohne Hotelübernachtung auf dem Eiland entspannt ihr elegant am Adria-Strand.

Mit vielseitigen Entdeckungen lockt auch die Bucht von Kotor, an der sich herrliche Küstenorte wie Herceg Novi, Tivat, Dobrota und Kotor befinden. Beobachtet den Jetset an der Luxusyacht-Marina Porto Montenegro oder unternehmt selbst eine Bootstour. Sonnenanbeter peilen am besten Perast an: Das Städtchen hat neben einer hübschen Altstadt und zwei kleinen Inseln im Jahresdurchschnitt die meisten Sonnenstunden zu bieten.

Blick auf die Küste in Piran, Slowenien. Quelle: Getty Images/ _jure.

Slowenien: Wellenrauschen und Wellness

Zwischen dem italienischen Triest und der kroatischen Riviera nimmt die Slowenische Adria 46 km Küste ein. Doch unterschätzt diese vergleichsweise kurze Strecke nicht: Hier tummeln sich jede Menge malerische Badebuchten und hervorragende Strände. Fiesa, Meduza, Svetilnik, der hübsche Kieselstrand am Kap Seca – um nur einige Namen zu nennen, die ungetrübtes Badevergnügen und romantische Spaziergänge an kristallklarem Wasser versprechen.

Naturschutzgebiet Strunjan, Slowenien. Quelle: Getty Images/ MATJAZ SLANIC.

Mit venezianischen Palästen, Häfen und mediterran-istrischer Kulinarik verzaubern euch Küstenstädte wie Piran, Ankaran und Izola. Das traditionelle Seebad Portorož trumpft mit elegantem Kurort-Flair und einem besonderen Highlight auf: Für Spa-Anwendungen werden natürliche Produkte aus den nahe gelegenen Salinen von Sečovlje genutzt. Gönnt euch wohltuende Entspannung der Extraklasse und geht dabei den Wellness-Geheimnissen von Slowenien auf die Spur.

Über die Adriaküste hinaus ziehen sich zahlreiche Wander- und Radwege durch das idyllische Hinterland mit Olivenhainen, Weinreben und dem vielseitigen Dragonja-Tal. Und noch mehr naturnahe Erkundungstouren warten auf euch: Der Landschaftspark Strunjan punktet mit zwei verschiedenen Naturreservaten, zu dem u.a. die imposanten Flysch-Klippen und der wilde Strand Bele Skale gehören. Besonders sehenswert ist außerdem der idyllische Wasserfall Skriline.

Comino, Malta. Quelle: Getty Images/Barry Winiker.

Malta: Prächtige Lagunen und spannende Drehorte

Über 1.300 Kletterrouten, spektakuläre Tauchreviere, zauberhafte Strände – eine paradiesische Vorstellung für euch? Dann auf nach Malta! Nicht ohne Grund diente die Insel im Mittelmeer schon als Kulisse für Hollywood-Filme wie “Gladiator” oder “Troja”: Über 7.000 Jahre Geschichte bereicherten Malta u.a. mit megalithischen Tempeln, unterirdischen Katakomben und der befestigten Mittelalterstadt Mdina. Letztere reiht sich übrigens in eine illustre Reihe von “Game of Thrones”-Drehorten auf der Insel ein. Fans der Fantasy-Serie – und nicht nur die – sollten sich zudem das Kloster St. Dominikus in Rabat, das Fort Ricasoli und die Klippen von Mtahleb merken.

Mdina, Malta. Quelle: Getty Images/Zheka-Boss.

Wer gerne taucht, wird sich auf Malta über ganzjährig warmes Meerwasser und eine ausgezeichnete Unterwassersicht freuen. Unter der Wasseroberfläche findet ihr jede Menge Höhlen, Riffe, Grotten und sogar Schiffswracks. Und nicht nur dafür lohnt es sich, über das Festland der Hauptinsel hinaus zu blicken: Zum Maltesischen Archipel gehören zwei weitere Inseln, die ihr besuchen könnt. Neben dem ländlich geprägten Gozo entpuppt sich Comino als Oase zum Schnorcheln, Tauchen und Windsurfen. Die Insel ist bis auf ein Hotel unbewohnt und autofrei. Highlight hier: die Blaue Lagune, ein geschützter Meeresarm mit prächtig schimmerndem Wasser.

Blick auf die Blaue Lagune auf Comino, Malta. Quelle: Getty Images/Travel_Motion.

Nach spannenden Inseltouren bietet Maltas Küste das ideale Setting für entspanntes Wellenlauschen am Mittelmeer. Zu den beliebtesten Stränden zählen Mellieħa Bay, Għajn Tuffieħa und Golden Bay. Etwas ruhiger geht es dagegen an der Spitze Maltas oberhalb von Gozo zu. Ein besonders schönes Areal ist Ramla-l-Ħamra, ein Strand mit außergewöhnlich rotem Sand. Für welches Relax-Paradies ihr euch letztlich auch entscheiden mögt: Sonnige Stunden krönt ihr am besten mit dem Nationalgetränk “Kinnie”, einer herb-süßen Limonade aus Bitterorangen und Kräutern.

Küstenabschnitt bei Ayia Napa, Zypern. Quelle: iStock/letty17.

Zypern: Wein und Strandglück auf den Spuren der Götter

Zypern liegt östlich der griechischen Inselwelt und muss sich hinter deren Schätzen keineswegs verstecken. Der südliche griechische Teil der Insel wie auch das türkische Gebiet Nordzypern umfassen abgelegene Buchten und traumhafte Sandstrände. Fast schon karibisch träumt es sich ganz wunderbar am paradiesischen Nissi Beach und am Landa Beach bei Ayia Napa – mit feinstem Puderzuckersand und kühlem Türkisblau. Dazu entdeckt ihr zwischen den Stränden großer Städte wie Larnaka, Limassol und Paphos noch versteckte Juwelen wie die ruhige Pissouri Bay und der Governors Beach. Ihr wollt dem Inselnorden einen Besuch abstatten? Dann merkt euch am besten die Halbinsel Karpas mit einsamen Sanddünen und den Schildkrötenstrand Alagadi vor.

Um der Historie Zyperns nachzuspüren, müsst ihr nicht einmal ein Museum betreten. An Stränden wie Makronissos und Kourion begegnen euch archäologische Stätten, die zum Staunen einladen. Buchstäblich zum Verlieben: Petra tou Romiou, der sagenumwobene Fels der Aphrodite, an dem die Liebesgöttin dem Mittelmeer entstiegen sein soll. Genau wie ihr mythologischer Geliebter Adonis steht Aphrodite namentlich Pate für einen der vielen Wander- und Radwege durch Zyperns vielseitige Flora und Fauna. Ob euch auf eurer Tour wohl eine wilde Ziege über den Weg laufen wird – oder gar ein scheues Mufflon?

Der Fels der Aphrodite, Zypern. Quelle: iStock/Dimidrolius.

Spannende Ausgrabungen, prächtige Natur und Traumstrände – das alles lässt sich noch toppen: Zypern gilt als das älteste mediterrane Weinanbaugebiet. Erkundet entlang der Laona-Akamas-Route reizende Dörfer, traditionelle Tavernen und Weingüter mit der einheimischen weißen Sorte Xynisteri. Etwas weniger bekannt, doch ebenfalls sehenswert: die Weinregion im Diarizos-Tal östlich von Paphos. Doch für welche Weinstraße ihr euch auch entscheidet: Umgeben von schöner Natur stoßt ihr auf euer persönliches Urlaubsglück an – Jamas!