Rio Celeste in Costa Rica

Sechs Gründe, die für das Naturwunder Costa Rica sprechen

Weit und breit bekannt als Ort von unvergleichlich schöner Natur und Biodiversität, lockt Costa Rica mit üppigen Regenwäldern, seiner Tierwelt und seinen preisgekrönten Stränden. Aber auch für Abenteurer und Adrenalisuchende ist Costa Rica Ziel Nummer Eins. Das nächste Mal, wenn ihr eine Reise nach Zentral- oder Südamerika anpeilt, sollte dieses Land eure erste Wahl sein. Warum? Hier nur eine kleine Liste, was ihr alles in Costa Rica machen könnt.

Ballena Nationalpark. Bild: Gettyimages

Pazifik- und Karibikstrände vergleichen

Immer wieder wird Costa Rica zu den glücklichsten Ländern Lateinamerikas gewählt. Sicherlich hat die Strand-Vielfalt des zentralamerikanischen Staates etwas damit zu tun. Pazifik- und Karibikküste sind in Costa Rica nur knappe 320 Kilometer voneinander entfernt und über 1.500 Küstenkilometer laden zum ungestörten Sonnenbaden und Wasseraktivitäten ein.

Perfekte Strände gibt es in der pazifischen Provinz Guanacaste wie Sand am Meer. Gute Beispiele sind die hufeisenförmige Sámara Beach, ausgezeichnet mit einem Blue Flag, der leicht erreichbare Playa del Coco oder auch Playa Guiones mit goldenem Sand. Schon etwas aufsehenerregender ist der Playa Cuarzo. Seinen Namen verdankt er der Farbe der Sandes, die Farbe verdankt sich den pulverisierten Muscheln. Andere Strände sind Teile von Nationalparks – wie der Ballena National Marine Park, dessen Form an die Schwanzflosse eines Wals erinnert (diese können hier auch beobachtet werden). So fühlt sich Pura Vida an.

Surfen bei Manuel Antonio. Bild: Gettyimages

Die richtige Welle finden

An Küsten kann man nicht nur seine Bräune perfektionieren. Mit ca. 1,500 km Küstenlinie hat Costa Rica ein Überangebot an Surfmöglichkeiten. Die meisten davon versammeln sich am Pazifik, etwa in Guanacaste bei Potrero Grande oder am Witch’s Rock im Santa Rosa Nationalpark, wo perfekte Tube-Wellen auf Wagemutige warten. Am Zentralpazifik ist Hermosa Beach eine gute Option für beständig qualitative Wellen. 

Santa Teresa dagegen wird von der New York Times als nächstes Tulum ausgerufen. An diesem Strandort hat sich in den letzten Jahren die Entwicklung vom verschlafenen Fischerdörfchen zur aufstrebenden Surf-Destination vollzogen. Mit vier Stränden, Surfschulen und Yogastudios, Restaurants mit fangfrischem Fisch und Boutiquehotels ist Santa Teresa einen Besuch wert. Der Ost-West Passat macht Costa Rica zudem zu einem lohnenswerten Ziel für Windsportarten. Nicoya oder die Bucht von Salinas an der Grenze zu Nicaragua bieten sich für Kitesurfer an, Windsurfing-Anfänger werden an der Papagayo-Halbinsel in die Kunst eingeführt. 

Ein Marlin in Costa Rica. Bild: Gettyimages

Per Du mit den Meeresbewohnern sein

Bei all der Artenvielfalt, zwei Weltmeeren und Sichtweite unter Wasser bis 30 Meter ist Tauchen und Schnorcheln in Costa Rica das, was ihr ausprobieren solltet. Highlights sind hier: mit gigantischen Walhaien zu schwimmen, anmutige Rochen und Karettschildkröten zu entdecke und mit den intelligentesten Lebewesen des Meeres, die Delfine, zu schwimmen. Unter den vielen Tauchorten sticht die Insel Caño vor der Küste von Osa hervor. In ihren fünf Tauchgebieten werdet ihr Zeugen von Schwärmen schillernder Fische. Hier liegen Höhlen, die Haie beherbergen und einzigartige Korallen-Formationen. Schnorcheln geht am besten im Golf von Papagayo in Guanacaste und an der Halbinsel Osa am Golf von Dulce. Habt ihr schon einmal Spinnerdelfine mitten im Sprung gesehen? Dann holt es schnell nach.

Wasserfall in einem Nationalpark. Bild: Gettyimages

Adrenalinschübe verspüren

Von Krone zu Krone so saust ihr dahin, gesichert an einer Zipline. Der majestätische Wald zieht an euch vorbei, während ihr wie der geölter Blitz die Seilrutsche entlang rast. Genießt die Vogelperspektive und das Gefühl, über dem Boden zu schweben. Ziplining hat keine physischen oder gesundheitlichen Herausforderungen – wenn es zu wild ist, könnt ihr die oberen Stockwerke des Urwalds per Luftseilbahn besuchen. Nicht zuletzt versprechen die Hängebrücken im Selvatura Park in Monteverde aufregende Entdeckungen über dem Waldboden. 

Wildwasser-Rafting in Costa Rica. Bild: Gettyimages

Seit den 1980er Jahren mischt Costa Rica auch in der obersten Riege der Wildwasser-Aktivitäten mit. Unvergesslich ist das Rafting auf dem Pacuare-Fluss. Über 100 km lang und auf der Rafting-Skala zwischen 3 und 5 (von 6 Stufen) angesiedelt, navigiert ihr dort durch enge Canyons und Schluchten auf dem Weg Richtung Karibik. Eine Handvoll Wasserfälle flankiert den Weg durch den atemberaubenden Dschungel, während Stromschnellen wie ‘Rodeo’ oder ‘Pele el Ojo’ (‘Aufgepasst’) ihrem Namen alle Ehre machen. Für WIldwasser-Anfänger eignen sich der Sarapiquí und der Savegre besser. 

Tukane. Bild: Gettyimages

Ein Naturparadies erleben

Das Aushängeschild Costa Ricas ist ihre Biodiversität. Hunderte an Tier- und Vogelarten, Mangroven und Vulkane, Trocken- und Nebelwälder, Sümpfe und Strände – was Flora und Fauna angeht, ist in Costa Rica alles dabei. Der Artenreichtum verdankt sich Costa Ricas Brückenposition zwischen Süd- und Nordamerika und ihren unterschiedlichen Mikroklimas. Insgesamt 29 Nationalparks und 8 Naturreservate, ein knappes Viertel des Landes steht unter Naturschutz. Kein Wunder, der zentralamerikanische Staat kann sich glücklich schätzen, ganze 5% der weltweiten Flora und Fauna auf 0.03 % der Weltfläche zu versammeln. Der bekannteste Nationalpark ist Tortuguero, ein Mosaik an Landschaften, die zwischen Mangrovenwäldern, Sümpfen, und Lagunen changieren.  

Rio Celeste. Bild: Gettyimages

Vögel sind die Hauptattraktion Costa Ricas. Insgesamt 12 Beobachtungspunkte inmitten von Tourismuszentren, Reservaten oder Nationalparks bieten beste Bedingungen, die mehr als 900 einheimischen Vogelarten und 220 Zugvogel-Gattungen in natürlicher Umgebung zu erleben. Für Papageien wie den hellroten Ara ist Osa und der Nationalpark Carara am besten. Gelbe Schwefeltyrannen und Blautangare residieren in San José. Den wundersamen Quetzal sieht man vor allem von Februar bis Juli in den Nebelwäldern.

Zwischen Juli und Oktober machen Buckelwale an der Pazifikküste Halt, um ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen. Praktisch das ganze Jahr könnt ihr 7 Schildkrötenarten bei der Eiablage beobachten – die Tiere nutzen beide Küsten hierfür und sind natürlich streng geschützt. 

Vulkan Arenal. Bild: Gettyimages

Vulkane kennen, Berge besteigen

Mehr als 110 Vulkane machen Costa Rica aus. Einer der aktivsten, der Irazu, türmt sich in der Nähe von San José auf 3.432 Meter über dem Meeresspiegel. In seiner Mitte: ein leuchtend türkiser Säuresee. An einem klaren Tag seht ihr von der Vulkanspitze des Irazus den Pazifik und die Karibik. Der jüngste Vulkan Costa Ricas dagegen, Arenal, brach unvermittelt im Jahre 1968 aus. Heute ist er mit seinen heißen Quellen eine Attraktion. An den drei Kratern des Vulkans Poás leben Kolibri und Quetzalvögel neben Stachelschweinen und Wildkaninchen, allesamt umgeben von einer einmaligen Mondlandschaft aus schwarzem Gestein. 

Arenal aus der Ferne. Bild: Gettyimages

Wenn ihr nach den besten Wanderwegen sucht, werdet ihr im Corcovado-Nationalpark fündig. Tagesausflüge sind am einfachsten, aber für das wahre Corcovado-Erlebnis solltet ihr die 16 Kilometer von La Leona nach Sirena wandern (ein Guide muss als Begleiter dabei sein). Hoch hinaus geht es beim Berg Chirripó, bis auf 3.820 Meter, bei Temperaturen, die bis auf 4° sinken. In allen Nationalparks warten Moskitos – seid bereit.

Natürlich kann man den Cerro Chirripó auch erklettern, wenn ihr erfahrene Mountaineers seid. Die höchste Gipfel des Berges weist eine turmartige Struktur auf, die Crestones, die 80 Meter in die Höhe ragen. Als Belohnung wartet ein wahrhaft panoramischer Ausblick auf den südlichen Teil des Landes, den Pazifik und die Insel Caño.