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Grüne Hauptstadt: Die schönsten Parks in Berlin

So vielfältig wie die Stadt selbst ist auch die Parklandschaft in Berlin. Von versteckten Naturschätzen bis zum urbanen Szenetreff liefern wir euch einen Überblick zu den beliebtesten und sehenswertesten Grünflächen der deutschen Hauptstadt. Ob Urban-Gardening auf einem ehemaligen Flughafengelände, exotisches Streetfood nebst einer Liegewiese oder eine unberührte Moorlandschaft am Stadtrand – überzeugt euch selbst, wohin euer nächster Parkausflug gehen soll. Vom Großen Tiergarten bis zum Treptower Park nehmen wir euch mit auf eine Reise zu den grünsten und angesagtesten Spots im Freien. Ob Fitnessfan, Flohmarktjunkie, Naturfreak oder Wasserratte – hier wird findet jeder sein Plätzchen.

Großer Tiergarten, Berlin. Bild: iStock

Großer Tiergarten

Der ca. 200 ha große Park, der die Siegessäule umringt, gilt als grüne Lunge der Millionenstadt. Der älteste und größte Park Berlins im Bezirk Mitte lockt mit kleinen Seen, alten Bäumen, idyllischen Brücken und vor allem mit ganz viel frischer Luft. Einst 1527 als Park zum Jagen angelegt, wurde er von Friedrich II. in einen Lustpark umgewandelt, welcher der Bevölkerung zugänglich gemacht wurde. Nach der Wiederaufforstung nach dem II. Weltkrieg erblühte der Park wieder, wie wir ihn heute kennen. Ob eine Rudertour auf dem Neuen See, Rumlümmeln auf einer der einladenden Wiesen oder Schlendern durch den liebevoll angelegten Englischen Garten – hier macht jeder was ihm gefällt.

Park am Gleisdreieck, Berlin. Bild: GettyImages

Park am Gleisdreieck

Der Park am Gleisdreieck in Kreuzberg wurde auf den Bahnbrachen des ehemaligen Potsdamer und Anhalter Güterbahnhofs errichtet. Hier und da entdeckt man noch die alten Gleisteile und Signalreste, die den individuellen Charakter des Parks auszeichnen. Bürger und Anwohner waren an der Ausgestaltung des Parks mitbeteiligt – ein gelungener Triumph. 2015 wurde der Park am Gleisdreieck mit dem Deutschen Landschaftsarchitekturpreis ausgezeichnet.

Der ca. 32 ha große Park gliedert sich in drei Teile, den Ost, West- und Flaschenhalspark, die zwischen 2011 und 2014 eröffnet wurden. Während im Ostpark eine große Wiese, lange Holzbänke und Spielflächen zum Verweilen einladen, gilt der Westpark als Veranstaltungs-, Boule- und Kiezplatz. Im jüngsten Teil des Parks, dem Flaschenhalspark, findet ihr noch die meisten Bahnrelikte, die sogenannte „Gleiswildnis“, vor. Auch die ursprüngliche Vegetation ist erhalten geblieben. Somit besticht der Park durch eine originelle Mischung, welche ihn zu einer der modernsten und innovativsten Grünflächen der Stadt machen.

Zubereitung von Pad Thai. Bild: GettyImages

Preußenpark (Thaipark)

Warum in ein Flugzeug steigen, wenn die vielfältigen Aromen der fernöstlichen Küche doch mitten in der Stadt zu finden sind? Die Rede ist vom Preußenpark am Fehrberlliner Platz in Wilmersdorf, der hierzulande auch Thaipark oder Thaiwiese genannt wird, denn hierbei handelt es sich nämlich um den größten Thaifood-Markt Deutschlands. Jedes Wochenende zwischen April und Oktober bieten hier zig Stände unter freiem Himmel exotische Köstlichkeiten an, etwa Saté-Spieße, Sommerrollen oder Sticky Rice mit Mango. Mutige können sogar frittierte Insekten probieren. Gegessen wird direkt auf der großen Liegewiese im Park – ganz unprätentiös genießt man die frisch zubereiteten Gerichte eben am besten. Definitiv eine kurze Reise in den Westteil der Stadt wert.

Engelbecken, Berlin. Bild: GettyImages 

Engelbecken

Schon einmal durch das Bett eines ehemaligen Kanals spaziert? Wenn nicht, dann habt ihr jetzt die Gelegenheit dazu. Wo früher von 1852 bis 1926 der Luisenstädtische Kanal zu finden war, prangt heute zwischen den Ortsteilen Mitte und Kreuzberg eine Gartenanlage, die bis zum Engelbecken führt. Zwischen Rosenranken und Springbrunnen flaniert ihr durch eine kleine und doch ehrwürdige Parkanlage – ein Kleinod, welches selbst dem ein oder anderen Berliner noch nicht bekannt ist. Überthront wird die Szenerie von der Michaelskirche, einem eindrucksvollen klassizistischen Backsteinbau, den bereits Theodor Fontane als schönste Kirche Berlins lobte. Trotz der zentralen Lage lässt sich immer ein freies Plätzchen am Ufer des Teichs finden, wo ihr die vorbeiziehenden Schwäne beobachten könnt.

Lübarser Felder, Berlin. Bild: GettyImages

Tegeler Fließ

Etwas Dorfflair gefällig? Kein Problem – dafür müsst ihr nicht weit fahren, denn schon im Norden Berlins erwarten euch ein Ort, an dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint und eine der schönsten Naturlandschaften der Stadt. Ausgehend von Berlin-Lübars erwartet euch das komplette Entschleunigungsprogramm. Der Ort sieht noch aus wie früher – kein Wunder, denn hierbei handelt es sich um das älteste Dorf Berlins. Steigt ihr aus dem Bus, erblickt ihr direkt die barocke Dorfkirche, eine historische Telefonzelle und ein charmantes Gasthaus. Direkt an dieser beschaulichen Szenerie grenzen die Lübarser Felder, die endlich den langersehnten Blick auf den Horizont freigeben. Wenn ihr diese passiert, führen euch Wanderwege auf Bohlenstegen entlang eines Naturlehrpfads durch eine einzigartige Moorlandschaft, welche seltenen Pflanzen und Tieren, die zum Teil sogar als ausgestorben galten, ein Zuhause bietet.

Mauerpark, Berlin. Bild: iStock

Mauerpark

Wo einst die Berlin Mauer verlief, befindet sich heute im Ortsteil Prenzlauer Berg ein langgestreckter Park, ein Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. Nach dem Mauerfall haben sich die Anwohner binnen kürzester Zeit die Grünfläche zurückerobert. Mit Erfolg, denn heute gilt der Park als der Kulttreff für Kreative, Flohmarktfans und Hobbymusiker. Wenn ihr euch eingehender über die bewegte Vergangenheit der geteilten Stadt informieren wollt, könnt ihr direkt gegenüber den 1,4 km langen Pfad der Gedenkstätte Berliner Mauer bestreiten, der entlang des ehemaligen Grenzstreifens verläuft – der Eintritt für die Open-Air-Ausstellung ist kostenlos. Im Park selbst sorgen Grillplätze, ein Birkenwäldchen und ein Kletterfelsen für Spaß im Freien.

Volkspark Hasenheide, Berlin. Bild: GettyImages

Volkspark Hasenheide

Der etwa 50 ha große Park im Multikulti-Bezirk Neukölln wird oft in einem Atemzug mit Drogenkriminalität in Berlin genannt – allerdings wird der Park seinem negativen Image keinesfalls gerecht. Wenn ihr hinter die Fassade schaut, werdet ihr schnell feststellen, dass kaum ein Ort idyllischer und friedlicher ist als die grüne Hasenheide. Wie der Name bereits vermuten lässt, wurde die Fläche früher, genauer gesagt im 17. Jahrhundert, als Hasengehege genutzt. Später fand die Turnbewegung Friedrich Ludwig Jahns mit dem ersten Turnplatz in Preußen hier seinen Ursprung.

Heute hält der Park zwischen großflächigen Wiesen und langgestreckten Baumreihen etwas für so ziemlich jeden bereit – und das von früh bis spät: Besucht doch etwa den Rosengarten, den Rixdorfer Teich oder das kleine Tiergehege, wo ihr unter anderem auf Lamas, Ziegen oder Esel trefft. Und wenn es dunkel wird, ist es noch lange kein Grund zu gehen, denn erst dann öffnet das Freiluftkino seine Pforten.

Tempelhofer Feld Berlin, Bild: GettyImages

Tempelhofer Feld

Nirgendwo in Berlin scheint das Freiheitsgefühl größer zu sein als auf einer gigantischen Grünfläche zwischen den Bezirken Tempelhof und Neukölln. Das Tempelhofer Feld, das auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof liegt, misst stolze 355 ha und ist damit die größte innerstädtische Freifläche der Welt. Seit der Eröffnung im Jahre 2010 begegnet einem hier alles, was in der Stadt gerade im Trend liegt. Von Urban-Gardening-Projekten über Kitelandoarding bis zur verrückten Kultsportart „Jugger“, einem Teamsport, der verschiedene Individualsportarten wie Fechten und Ringen miteinander verbindet. Dazu gesellen sich hier zwischen Landebahn und Wiesenfläche Grillplätze, eine Minigolfanlage, Beachvolleyballplätze und vieles mehr.

Treptower Park Berlin, Bild: GettyImages

Treptower Park

Was kann es schöneres geben als einen Park an der Spree? Auf insgesamt ca. 84 ha bietet der Treptower Park etwas für jeden. An der Uferpromenade verführen euch verschiedenen Stände mit jeglichen Snacks, großflächige Liegewiesen laden zum Faullenzen ein und auf dem Wasser, das euch zu Füßen liegt, lädt zum Tretbootfahren oder Paddeln. Von hier könnt ihr noch das Riesenrad des Spreeparks, einem ehemaligen Vergnügungspark, erblicken, welcher nicht weit entfernt ist. Auch für Geschichtsbegeisterte gibt es hier etwas zu entdecken. Teil des Parks ist das Sowjetische Ehrenmal, das 1949 entstand. Es ist das größte Ehrenmal für die gefallenen Soldaten der Roten Armee in Deutschland. Die ca. 30 m hohe monumentale Soldatenstatue, die Teil der Anlage ist, beeindruckt schon aus der Ferne und ist definitiv einen Schlenker wert.