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Die schönsten Outdoor-Ziele in Mitteldeutschland

Wildromantische Schluchten, üppige Wälder, atemberaubende Gebirge und Seen: In der Natur lässt es sich dem Alltagstrubel einfach am schönsten entkommen. Zwischen Ostsee und Alpen tummeln sich unzählige Traum-Ausflugsziele auf der Deutschlandkarte. So auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Gebirge und Nationalparks versprechen Outdoor-Auszeiten auf hohem Niveau. Und das buchstäblich – auf bis zu über 1.200 Meter hohen Gipfeln. Doch auch flachere Landschaften wissen mit Seen, Wanderwegen und vielfältiger Flora zu begeistern. Macht euch mit unseren Tipps auf eure persönliche Entdeckungstour durch Mitteldeutschland und genießt Naherholung in der Natur.

Drachenschlucht bei Eisenach. Bild: Getty Images

Rennsteig im Thüringer Wald

Als einer der schönsten Wanderwege im Thüringer Wald gilt der Rennsteig: Freut euch auf prächtige Ausblicke auf herrliche Landschaften entlang der Strecke von Hörschel bei Eisenach bis hin zum Oberlauf der Saale bei Blankenstein. Blühende Bergwiesen, Wälder und kleine Bäche begleiten eure Wandertour durch den Thüringer Wald, das Thüringer Schiefergebirge und den nördlichen Frankenwald. Entlang der Route besucht ihr nach Lust und Laune historische Sehenswürdigkeiten wie die Wartburg, entdeckt die beeindruckende Drachenschlucht und den Schneekopfturm oder stattet dem vielseitigen Rennsteiggarten einen Besuch ab. Zugleich unternehmt ihr hier auf insgesamt knapp 170 km eine Zeitreise: Auf der Strecke überqueren Wanderer mehrere Male die ehemalige innerdeutsche Grenze – so zum Beispiel am Großen Inselsberg, an dem zwei Gaststätten davon zeugen, dass hier zwischen Thüringen und Hessen einst die Trennung zwischen zwei Staaten verlief.

Stausee Kelbra am Fuße des Kyffhäusergebirges. Bild: Getty Images

Naturpark Kyffhäuser

Ein einmaliges Vogelschutzgebiet, der ausgezeichnete Kyffhäuserweg sowie die prächtige Artenvielfalt in Flora und Fauna prägen diesen Naturpark im Norden Thüringens. Hier liegt das Kyffhäuser-Gebirge, das dem Gebiet seinen Namen verleiht und in dem der Legende nach Kaiser Barbarossa schlummert. Die zugehörige Barbarossahöhle ist genau wie das Kyffhäuser-Denkmal ein beliebtes Ausflugsziel und umgeben von einer sehenswerten Landschaft mit Feuchtwiesen, Steppen, Salzquellen und Buchenwäldern. Die Pflanzenwelt präsentiert sich zur richtigen Jahreszeit in voller Blüte mit annährend 30 verschiedenen Orchideenarten, Adonisröschen und mehr. Neben Wildkatzen und Salamandern wählen auch viele Vögel den Naturpark als Lebensraum. In der Goldenen Aue mit dem Stausee Kelbra und dem Vogelturm tummeln sich über 300 Vogelarten wie Kraniche und Grünspechte. Wer den Alltag gerne bei der Vogelbeobachtung hinter sich lässt, ist in diesem Schutzgebiet buchstäblich goldrichtig.

Holländer-Windmühle auf dem Sachsenberg. Bild: Getty Images

Saale-Unstrut-Region

Weinkenner wissen: Zwischen Saale, Unstrut, Weißer Elster und Ilm erstreckt sich das nördlichste Qualitätsweinbaugebiet in Deutschland. Dementsprechend gehören Flusstäler, Weinberge und Steinterrassen zum Bild der Landschaft in Sachsen-Anhalt, die sich wunderbar auf Wander- und Radtouren erkunden lässt. Liebevoll aufbereitete Rundwege und interessante Lehrpfade versprechen Einblicke in die Region und Ausblicke auf imposante Burgen und Schlösser. In Nebra, wo die historische Himmelsscheibe lagert, könnt ihr sogar bei gutem Wetter Kyffhäuser und Brocken erspähen.

Doch damit nicht genug: Durch die Region zieht sich auch die Südroute der berühmten Straße der Romanik. Hier finden neben Naturliebhabern auch Kultur-Fans und Geschichtsinteressierte ihr Glück. Alte Klosterkirchen, die Burg Falkenstein und das UNESCO-Weltkulturerbe Naumburger Dom sind nur drei der vielen sehenswerten Bauten, die im Süden des Bundeslandes für staunende Gesichter sorgen – und das alles inmitten herrlich grüner, beruhigender Natur.

Harz bei Ilsenburg. Bild: Getty Images

Harz

Im höchsten Gebirge Norddeutschlands erwartet euch das volle Outdoor-Programm. Hier treffen nicht nur die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aufeinander, sondern auch schroffe Landschaften, artenreiche Naturparks und spannende Sagen. Zwischen Misch-, Laub- und Nadelwäldern, Bergwiesen, Mooren und Tälern bietet der Nationalpark Harz Abwechslung und Natur pur für entspannte Spaziergänge und ausgiebige Wanderungen.

Wem der Aufstieg auf den 1.141 Meter hohen Brocken mit seinem schon fast nordischen Klima zu fordernd erscheint, der fährt gemütlich mit der Brockenbahn hinauf. Neben einem Baumwurzelpfad lädt seit 2015 auch der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg zum Flanieren ein. Die Sagen und Legenden im Harz lernt ihr auf dem Naturmythenpfad kennen, auch die Einhornhöhle solltet ihr nicht verpassen. Ein Geheimtipp für Naturliebhaber ist das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz. Hier breiten sich vor euren Augen Kornblumen und Klatschmohn, zarte Buschwindröschen und Obstbäume aus. Zudem beeindruckt die Landschaft mit Höhlen, bizarren Senken und Orchideen-Buchenwäldern.

Cospudener See bei Leipzig. Bild: Getty Images

Leipziger Neuseenland

Rund um Leipzig erwartet euch ein einmaliger Mix aus faszinierender Landschaft und Historie. Bis in die 1990er Jahre wurde hier noch in Tagebauen Braunkohle abgebaut. Nach ihrer Stilllegung wurden die Flächen geflutet und rekultiviert – die Region begann ihren Wandel zum Wassersport- und Naherholungsgebiet. Das Netz aus mittlerweile 24 Seen und 4 Fließgewässern wird immer weiter ausgebaut und durch Kanäle ergänzt. Einige der Strecken bieten sich für ausgedehnte Kanutouren an.

Auch zu Fuß oder mit dem Rad könnt ihr die Wege erkunden – beispielsweise sind der Störmthaler See und der benachbarte Markkleeberger See durch ein Kanalbett und Wanderpfade miteinander verbunden. Hier könnt ihr im Bergbau-Technik-Park einen anschaulichen Geschichtsrundgang machen und die schwimmende Kirche Vineta besichtigen. Neben den neuen Seen bietet die Umgebung auch Gewässer in ehemaligen Kiesgruben und Steinbrüchen. So lohnt sich beispielsweise ein Ausflug nach Beucha: Wo früher Gestein abgebaut wurde, aus dem man das monumentale Leipziger Völkerschlachtdenkmal schuf, thront heute eine hübsche romanische Bergkirche über dem herzförmigen Bruchsee.

Panorama vom Aussichtspunkt Schrammsteine in der Sächsischen Schweiz. Bild: Getty Images

Sächsische Schweiz

Mystische Täler, bizarre Felsformationen und atemberaubende Ausblicke: Die Sächsische Schweiz südöstlich von Dresden entführt euch in eine andere Welt. Verwegen klingende Ausflugsziele wie die Wilde Hölle, die Diebeshöhle oder die Schrammsteinkette locken zu Naturabenteuern, Wanderwege wie der Gratweg zeigen euch die Schönheit der Region. Auch die berühmte Festung Königstein solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Von ihrem Felsplateau aus eröffnet sich ein herrlicher Wanderpfad zum Pfaffenstein und der Felsnadel Barbarine, dem Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz. Entlang der Grenze zu Tschechien führt euch der Forststeig Elbsandstein in den Sommermonaten abseits großer Wege durch urige Wäldchen. Eure Wandermühen werden mit Aussichten auf die einzigartige Landschaft der sächsisch-böhmischen Schweiz belohnt. Anspruchsvolles Klettern ist an den Rübezahlstiegen oder den Häntzschelstiegen in den Affensteinen möglich – inmitten ruhiger, idyllischer Natur.

Landschaft im Erzgebirge. Bild: Getty Images

Erzgebirge

Nicht nur in der Weihnachtszeit weiß die Heimat der Räuchermännchen und Adventspyramiden zu bezaubern. Naturschutzgebiete, Hochmoore und Panoramatouren beglücken Outdoor-Fans auf insgesamt über 5.000 Kilometern Wanderwegen. Schwelgt im Schwarzwassertal in sagenhaften Aussichten vom Katzenstein, genießt den Blick bis nach Tschechien auf dem Auersberg und dem Aussichtsfelsen Greifensteine – das Gebirge zwischen Vogtland und Elbsandsteingebirge beschert unvergessliche Momente.

Als höchster Punkt ragt der Fichtelberg über das Erzgebirge. Den Weg auf 1.215 Meter hinauf legt ihr dank Schwebebahn und Sessellift ganz gemütlich zurück. Ins Tal hinunter saust ihr dagegen wie der Wind: Die “Fly Line” lässt euch über 1,5 Kilometer hinunter an Bäumen vorbei durch Kreisel und Kurven mitten durch die Natur schweben. Rasant können auch Mountainbiker und Radfahrer die Gegend erkunden. Dazu bietet das Erzgebirge jede Menge Gelegenheiten, seine Kultur und den Bergbau in Besucherbergwerken, Ausstellungen und auf Veranstaltungen kennenzulernen.