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Apulien: Unterwegs im authentischen Süden Italiens

Woran denkt ihr, wenn ihr das Wort ‚Apulien’ hört? Die Region am Stiefelabsatz Italiens ist reich an Geschichte, voller entspannter, sonnendurchfluteter Städte und Dörfchen, Weinberge und Strände am klaren Mittelmeer. Entdeckt den Geheimtipp im Süden Italiens und findet eine gelungene Alternative zu Sardinien & Co.

Cala del Pigno auf San Domino, Tremiti. Bild: Gettyimages,

Naturwunder auf Gargano

Der Nationalpark Gargano im Norden Apulien ist eines der wichtigsten Waldgebiete Italiens und wurde 1991 zum Naturschutzgebiet erklärt. Sein Kernstück ist zweifellos der Umbrawald (Foresta Umbra), ein uralter Laubwald, der sich von der mediterranen Gegen an der Küste abhebt und an die alten Zeiten, als ganz Apulien von solchen Wäldern bedeckt war, erinnert.

Foresta Umbra. Bild: Gettyimages

Auf einem Fahrrad lassen sich die Küstenorte der Halbisnel Gargano leicht erkunden. Vor allem die Städte Vieste oder Peschici ziehen viele Besucher an. Vieste ist mit 14.000 Einwohner die größte Stadt des Gargano – in der umliegenden Gegend könnt ihr zahlreiche Meeresgrotten entdecken. Vor Rodi Garganico liegen die Tremiti-Inseln, die von mediterranen Aleppo-Kiefern überwuchert sind. Kleine Felsstrände, Grotten und eine Lage abseits des Trubels machen sie zu einem gelungenen Tagesziel.

Orechiette. Bild: Gettyimages

Authentische Aromen und Apuliens Weine

Vom Gargano im Norden bis zu Salento im Süden zeichnet sich die apulische Küche durchgängig durch einfache aber unwiderstehliche Gerichte aus. Ein typisch apulischer Snack ist ein Brötchen namens Friselle, belegt mit frischen Kirschtomaten und verfeinert mit einem Schuss Olivenöl, Basilikum und Salz. Weitere Klassiker der hiesigen Küche sind der Tintenfisch von Meledugno (dem im August ein Fest gewidmet ist), Focaccia aus Bari, handgemachte Orecchiette, das begehrte Altamura-Brot und die Taranto-Muscheln, die sich gut mit Pasta kombinieren lassen.

Ein Weinberg in Apulien. Bild: Gettyimages

Man kann nicht über apulischen Aromen sprechen, ohne Wein unerwähnt zu lassen. Zwei apulische Rebsorten, der Primitivo und der Negroamaro sind in den letzten Jahren die Grundlage vieler beliebten Weine geworden. Die Bezeichnung ‚Primitivo‘ bezieht sich dabei auf die frühe Reife der Trauben, die seit 150-250 Jahren in der Region angebaut werden. Körperreich und dunkel ist der Primitivo im Geschmack mit Noten von dunklen Beeren und Gewürzaromen und eignet sich sehr gut zu deftigen Fleischgerichten. Negroamaro (der schwarze Bittere) wird vor allem in Brindisi, Lecce, Bari und Taranto angebaut und hat einen hohen Tanningehalt, ist jedoch ein eher weicher Wein. Dass Apulien oft als Weinkeller Italiens bezeichnet wird liegt vor allem am Klima – trockene Hitze gepaart mit fruchtbaren Böden und einer kühlenden Brise von allen Seiten.

Polignano a Mare. Bild: Gettyimages

Meeresblau und Himmelsblau

Mit 865 km an Küstenlinie ist es kein Wunder, dass Apulien eine intensive Beziehung zum Mittelmeer hat. Ob feinsandige Strände oder Klippen mit Blick aufs Meer, die Orte in Apulien bestechen durch landschaftliche Vielfalt und klares Wasser. Folgende Strände solltet ihr euch auf euren Reiseplan schreiben: Porto Selvaggio, Punta Prosciutto, Torre dell’Orso, Polignano a Mare, Torre San Giovanni und Gallipoli. Ein Besuch des Meeresparks der Tremiti-Inseln ist ein Muss, um einen Tag lang zu schnorcheln.

Trulli in Alberobello. Bild: Gettyimages

Kulturerbe trifft Landidylle

Das kulturelle Erbe Apuliens ist so reich, wie seine Natur. Im Herzen der Region ist es das Itria-Tal mit zahlreichen Trulli, den charakateristischen Häuschen mit Kalkbemalung und kegelförmigen Dächern, das eine der schönsten Landschaften Italiens ausmacht. Dörfchen wier Alberobello, Martina Franca oder Locorotondo halten das Verprechen ihrer klangvollen Namen ein und versprühen eine ländliche Atmosphäre von früheren Jahren.

Lecce. Bild: Gettyimages

Barockstadt Lecce, auch oft bekannt als Florenz des Südens, ist ebenfalls nicht zu verpassen. Einige ihrer Sehenswürdigkeiten sind das römische Amphiteater, die Burg von Lecce oder die Basilika Santa Croce, die ein bedeutendes Beispiel für den Leccer Barock abgibt. Und haben wir schon Polignano a Mare erwähnt, das auf einem Felsen thront und einen der hübschesten Strände Süditaliens sein eigen nennen kann?

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