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7 herbstliche Getaways in Deutschland und Österreich

Der Herbst ist da, die Sonne steht tiefer, es weht ein lauer Wind. Doch nur, weil die Blätter sich färben und die Temperaturen sinken, heißt nicht, dass die beste Zeit zum Reisen vorbei wäre. Im Gegenteil: wir denken, dass September und Oktober fantastische Bedingungen für kleine und größere Auszeiten bieten. Etwas für das Auge sind sie allemal.

Hier sind also sieben Vorschläge für den goldenen Herbst in eigenen Breiten.

Salzburg und die Festung Hohensalzburg. Bild: iStock

Salzburg

Auch unter den gegenwärtigen erschwerten Umständen ist die barocke Kultur- und Musikstadt definitiv einen Besuch wert. Vor allem der Oktober ist in Salzburg niederschlagsarm, dazu es ist die Zeit, wo sich die Mozartstadt besonders reizvoll präsentiert. Ein Grund dafür ist der Kapuzinerberg, Hausberg der Salzburger. Auf 640 m Höhe habt ihr einen schönen Rundumblick auf die herbstlich gekleidete Stadt, der Basteiweg verwöhnt euch mit Salzburg-Impressionen: die Altstadt, der Dom und die Festung Hohensalzburg. Zurück auf ebenem Boden bietet Salzburg ein Füllhorn der Kultur, sei es seine UNESCO-geschützte Altstadt, die Walks of Modern Art oder die Museen. 

Das ist nicht alles. Die Salzburger Festspiele feiern in diesem Jahr ihr 100-jähriges – und dazu zelebriert Lonely Planet Salzburg als Top-Stadt bei Best in Travel 2020. Eine große Landesausstellung widmet sich den Festspielen und musikalisch wird der Monat von den Salzburger Kulturtagen abgerundet. 

Weinfelder in der Südpfalz. Bild: Mauritius images/imageBROKER/Anna Reinert

Südpfalz

Wieviele Töne, wie viele Schattierungen von gelb, rot und braun möglich sind, zeigt sich, wenn sich die Hügel entlang der südlichen Weinstraße färben. Geschwungene Berge und malerische Dörfer, das milde Klima und der Wein machen die deutsche Toskana zum Genießerland. Während sich das Weinlaub rot färbt, tritt im Pfälzerwald die Edelkastanie, die Keschde auf den Plan, die sogar ihren eigenen Wanderweg hat. Wenn ihr wenig für Kastanien übrig habt, könnt ihr euch im Pfälzerwald auf rote Felsen und einmalige Sonnenuntergänge freuen. Dazu einen Muskateller, einen Trollinger, einen Grauburgunder oder einen Riesling?

Spreewald. Bild: Getty Images

Spreewald

Im Bundesland von Fontane, dort, wo die Spree sich hundertfach ausbreitet und verläuft, dort, wo es keinen Unterschied zwischen Fluss und Ufer gibt, liegt ein perfektes Indian-Summer-Ziel: der Spreewald. Nur 100 km von Berlin entfernt, findet im Biosphärenreservat das Leben auf dem Wasser statt. Mietet ein Kanu und gleitet vorbei an Lagunen-Städtchen wie Lehde, von Fontane als ‘bäuerliches Venedig’ betitelt und genießt die Stille. Sonne spiegelt sich in den Fließen, Himmel und Wasser gehen ineinander über, die Birken stehen in Gold – und ihr vergesst für einen Augenblick alles, was nicht hierher gehört. 

Sylvensteinsee-Brücke im Herbst. Bild: iStock

Bayern: Königssee & Sylvensteinsee

Bleiben wir am Wasser. Von Karwendel zum Nationalpark Berchtesgaden: so berauschend ist der Indian Summer in Bayern. Besprenkelt von Farbtupfern der Laub- und Nadelbäume ist der Sylvensteinsee in Oberbayern ein Herbst-Highlight. So idyllisch, wie sich der Bergsee in die Landschaft fügt, ist es schwer zu glauben, dass er künstlich angelegt wurde. Die markante Sylvensteinbrücke geleitet euch auf die andere Seite und während euer Beifahrer Fotos für Instagram schießt, fahrt ihr schon weiter zum Königssee. Stellt den Wagen ab, schnürt die Schuhe und wandert vom See auf die Gotzenalm und über das Landtal zurück, wo prächtige Bergahorne goldgelb leuchten. Ohne Zweifel, hier hat der Herbst Heimspiel. 

Nebelstimmung im Schwarzwald. Bild: Getty Images

Schwarzwald

Das romantischste unter den Mittelgebirgen, der Schwarzwald entfaltet besonders im September und Oktober seine Reize. Eine Woche ist eine gute Zeitspanne, um sich beim Waldbaden die nötige Pause von der Welt zu verschaffen. Perfekt dafür ist der Fernwanderweg Schluchtensteig. Auf 120 Kilometern geht es in bequemen Tagesetappen von Stühlingen nach Wehr, mitten durch den Hochschwarzwald. Highlights unterwegs sind der Schluchsee (Bestes Panorama: Bildstein) und die Wutachschlucht. Im größten Canyon des Landes wandert ihr eng am Felsen und durch Wasserfälle, immer mit der glühenden Herbst-Natur im Auge.

Brockenbahn im Harz. Bild: Shutterstock

Harz

Mystisch ist zur selben Jahreszeit der Harz. Jetzt, wo es wieder es früher dunkelt, ist schwer zu sagen, was euch in den Tiefen der Haine erwartet. Wagt euch hinein und findet es auf dem Harzer-Hexen-Stieg heraus. Wollt ihr den Brocken dagegen nicht umgehen, bringt euch die Brockenbahn auf die höchste Erhebung Norddeutschlands. Wem ihr auf jeden Fall im Harz begegnen werdet, ist dem Rothirschen. Dieser kündigt seine herbstliche Brunftzeit mit lautstarken Röhren jedem an, der es hören möchte (und jedem, der es nicht möchte). 

Klippen im Jasmund-Nationalpark auf Rügen. Bild: Getty Images

Rügen

So viel Wald, so viel Wald: dafür führt unser letzter Tipp euch an die Ostsee. Die Badesaison mag vorbei sein, dank der gespeicherten Wärme vom Meer und dank der vielen Sonnenstunden spielt die Musik aber noch draußen. Entdeckt den UNESCO-Nationalpark Jasmund mit seinen imposanten Kreidefelsen für euch, genießt die Leere des Binzer Fischerstrandes und vergesst nicht die Sonnenuntergänge (vor allem den bei Lietzow). Und nach der allabendlichen Lichtshow – etwas Wellness in einem der Kurhäuser?