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5 Wege, um das Beste aus eurem Porto-Trip zu machen

Sie ist die zweitgrößte Stadt Portugals, der wichtigste Wirtschafts- und Industriestandort des Landes, Zentrum der Portweinproduktion und wird wegen ihrer zahlreichen barocken Kirchen auch “Barockstadt” genannt – kein Wunder also, dass Porto jährlich von rund 2 Millionen Touristen besucht wird. Auch, wenn es also mitunter etwas voll in der Hafenstadt werden kann – der Besuch lohnt sich allemal. Wir zeigen Euch 5 Wege, um mit Porto auf Tuchfühlung zu gehen.

Der Douro in Porto, Bild: Getty Images

Eine Flusstour auf dem Douro

Es liegt auf der Hand: Wenn man die berühmte Stadt am Fluss Douro (auf Deutsch eigentlich Duero) besucht, sollte man sich eine Bootsfahrt auf genau diesem auf keinen Fall entgehen lassen. Es gibt verschiedene Anlegestellen für die Boote, aber wenn man die Tour komfortabel mit einem Stadtspaziergang kombinieren will, kann man direkt am Praça da Ribeira in der Innenstadt einsteigen. Insgesamt sechs Brücken überspannen den Douro zwischen Porto und dem gegenüberliegenden Vila Nova de Gaia und diese aus der Wasserperspektive zu sehen, ist noch einmal genauso beeindruckend, wie über sie hinüberzuspazieren.

Ein typisches Francesinha, Bild: Getty Images

Mittagspause mit einem deftigen Francesinha

Ein leichter Snack zwischendurch ist ein Francesinha – typisch für Porto und in fast jedem Restaurant zu finden – auf keinen Fall. Für diese Mahlzeit muss man eine ordentliche Portion Hunger mitbringen – was nach einer langen Erkundungstour durch Portos Altstadtgassen kein Problem sein sollte. Die “kleine Französin”, wie das Sandwich übersetzt heißt, besteht aus Toastbrotscheiben, Kochschinken, einer deftigen Wurst namens Linguiça, einem Beefsteak oder anderem gebratenem Fleisch, wird zusätzlich mit einer großen Ladung Käse und einem Ei überbacken und wird schließlich mit einer herzhaften, dickflüssigen Sauce aus Tomaten, Bier und Senf übergossen. Oft wird die Sauce dann noch mit Brandy oder Vinho Verde verfeinert. Dazu wird meist eine Ladung Pommes Frites gereicht.

Das Wasser läuft Euch schon im Mund zusammen? Zum Dinner reicht nach dieser Kalorienladung vermutlich ein Salat.

Portwein und Fischbällchen, Bild: Getty Images

Eine feuchtfröhliche Portweinverkostung

Ihr seid mit Euren Liebsten oder Freunden nach Porto gereist? Umso besser. Schnappt sie Euch und bucht eine Portweinverkostung. Der süßliche Wein kommt meist mit rund 20 % Alkoholgehalt daher und hat es daher in sich – gerade an einem warmen Sommertag sollte man also Vorsicht walten lassen. Die Weinreben werden im Douro-Tal angebaut und nach der Ernte und rund sechsmonatigen “Vinifizierung” zur Gärung in riesigen Fässern nach Vila Nova de Gaia, am Ufer des Douro gegenüber von Porto, gebracht.

Der Geschmack ist sehr süß und kräftig und was die wenigsten wissen – es gibt auch weißen Portwein, der etwas weniger schwer ist. Vielleicht nehmt Ihr die Portweinverkostung nach dem Francesinha in Angriff, denn dann habt Ihr zumindest eine gute Grundlage für die edlen Tropfen geschaffen. In Porto bzw. Vila Nova de Gaia gibt es zahlreiche Kellereien, die Führungen und Verkostungen anbieten. Zu den berühmtesten gehören Taylor’s und Ramos Pinto.

Die Livraria Lello e Irmão, Bild: Getty Images

Nicht nur für “Harry Potter”-Fans

Der folgende Tipp ist vor allem für Fans der beliebten Magier-Buchreihe ein ganz besonderes Juwel. Aber auch Bücherwürmer, die mit dem Zauberschüler nicht so viel anfangen können, werden hier ins Staunen geraten und aus “Aaahs” und “Ooohs” gar nicht mehr herauskommen. Die Livraria Lello e Irmão ist allein schon durch ihre Architektur beeindruckend – und erinnert sofort an die magische Welt von Harry Potter, Hogwarts und Co.

Kein Wunder: 1991 arbeitete Joanne K. Rowling als Lehrerin in Porto und soll die Buchhandlung regelmäßig aufgesucht haben. Ein wenig Inspiration dürfte sie sich hier also durchaus gesucht haben. Der kleine Laden mit seiner imposanten Treppe und Galerie ist mittlerweile so ein Touristen-Hotspot geworden, dass man nur gegen ein Eintrittsgeld Zutritt bekommt, das man aber immerhin mit einem Einkauf verrechnen lassen kann.

Eine historische Tram in Porto, Bild: Getty Images

Mit der historischen Tram zum Atlantik

Wo kann man schon mit der Straßenbahn direkt an den Atlantik fahren? In Porto mit der Linie 1. Die Stadt verfügt zwar über ein modernes Metrosystem, doch als Besucher dürfte einen die historische Tram mehr interessieren. An der Igreja São Francisco beginnt die etwa 30-minütige Fahrt und endet am Jardim do Passeio Alegre.

Hier könnt Ihr am Atlantik entlang bis zum Forte de São Francisco Xavier entlangschlendern und danach weiter bis zum Praia de Matosinhos – einem berühmten Surferstrand, wo man die Wellenreiter, je nach Wetterlage, in Aktion beobachten kann. Vom Strand aus geht es mit der Straßenbahn zurück in die Innenstadt. Eine kleine Tour, die sich wirklich lohnt und euch Portos Vielfalt zeigt.