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11 Dinge, die auf Sri Lanka locken

Unweit von Indiens Südküste schmückt der tränenförmige Inselstaat Sri Lanka sich mit enormer Vielfalt. So reichen die üppigen Reize, mit denen dieses sanfte Paradies prahlen kann, von historischen UNESCO-Welterbestätten über die artenreiche Tierwelt der Nationalparks hin zu Landschaften mit satter Vegetation und idyllischen, goldenen Sandstränden. Ob ihr am liebsten Elefanten erspäht, dem Pfad des Ceylon-Tees folgt oder auf wilder Brandung surfen geht – wir haben für euch 11 der besten Möglichkeiten zusammengetragen, um Sri Lankas Kaleidoskop aus Farben, Anmut und reicher Kultur vom Landesinnern bis zur Küste zu erleben.

Stelzenfischer bei Koggala. Bild: iStock/Andrey Danilovich

Besichtigt Colombos markante Sehenswürdigkeiten

Davon abgesehen, dass es für die meisten Reisenden das Tor zum Rest Sri Lankas darstellt, hat sich Colombo selbst zum hochinteressanten, charaktervollen Reiseziel entwickelt. Die Landeshauptstadt bietet einen Kontrast aus kolonialer Architektur, grünen Gärten und florierenden Straßenmärkten im Mix mit trendigen Bars und feinen Restaurants. Seafood-Liebhaber etwa sollten sich die Chili-Krabben des Ministry of Crab an der Shoppingmeile des Dutch Hospital nicht entgehen lassen. Besucht den schwimmenden Markt von Pettah, die strahlend weiße Präsidentenresidenz, den Seema-Malaka-Tempel, das alte Hauptpostamt (welches einst als Leuchtturm diente) und das alte koloniale Zentrum der Hauptstadt, um Colombos reiches Erbe wahrhaftig zu erleben.

Colombos Skyline. Bild: iStock/thekoala

Erkundet Polonnaruwa bei Sonnenuntergang

Mietet euch Fahrräder und entdeckt die Schätze der mittelalterlichen Hauptstadt und zugleich des zweitältesten Königreichs Sri Lankas: Polonnaruwa. Zu seinen jahrhundertealten, archäologisch wertvollen Ruinen zählt der Rundbau des Vatadage, dessen vier Eingänge jeweils von einem stattlichen, steinernen Buddha bewacht; außerdem der Stupa Rankot Vihara, der 54 m hoch aufragt sowie die aufrecht stehenden und liegenden Buddhas des Gal Vihara. Seid kurz vor Sonnenuntergang dort und ihr werdet Zeugen, wie die Ruinen ins glühende Licht der sinkenden Sonne tauchen.

Rankot Vihara in Polonaruwa. Bild: iStock/f9photos

Erklimmt den Löwenfelsen von Sigiriya

Die spektakuläre UNESCO-Welterbestätte der Felsenfestung von Sigiriya ist vielleicht eine der außergewöhnlichsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas – und das ist kein Wunder. Erhabene 200 Meter über dem Dschungel erhebt sich der bezaubernde „Löwenfelsen“ mit seinen weltberühmten Fresken, Wassergärten, antiken Graffiti entlang der Spiegelwand und – am beeindruckendsten von allen – den Ruinen einer alten Zivilisation auf dem Gipfel. Das i-Tüpfelchen schließlich bildet die atemberaubende Aussicht. Kommt ihr frühzeitig genug an, könnt ihr die großen Besucherströme vermeiden und habt dieses unglaublich weite Panorama vielleicht ganz für euch allein.

Der Löwenfelsen in Sigiriya. Bild: iStock/f9photos

Beobachtet Wildtiere im Minneriya-Nationalpark

Zwischen Habarana und Polonnaruwa in der Nördlichen Zentralprovinz Sri Lankas liegt der Minneriya-Nationalpark, ein weitläufiges Schutzgebiet, das alle Arten von Wildtieren beheimatet – von der Rotlippen-Eidechse und dem grauen Reiher bis hin zu den allseits beliebten Elefanten. Der perfekte Weg, um sich die natürliche Schönheit und Wildnis dieses Parks zu eigen zu machen, ist eine Fahrt mit dem Geländewagen auf einer aufregenden Pirsch direkt zum Mittelpunkt des Parks – dem alten Regenwasserreservoir. Ihr bekommt die einmalige Gelegenheit Elefanten zu beobachten, die in ihrem natürlichen Lebensraum baden und grasen, neben Wasserbüffeln und schillernden Schwärmen endemischer Vogelarten, von Kormoranen bis hin zu bunten Störchen.

Elefanten im Minneriya-Nationalpark. Bild: iStock/Utopia_88

Bewundert historische Kunst im Höhlentempel von Dambulla

Zeuge der künstlerischen Talente alter Zeiten zu werden, fällt im Höhlentempel von Dambulla besonders leicht. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe geht auf das erste Jahrhundert v. Chr. zurück und ist lokal als Goldener Tempel von Dambulla bekannt. Die heilige Pilgerstätte liegt auf einem 160 Meter hohen Granitfelsen und ist eine geradezu magische Schatzkammer mit buddhistischen Skulpturen und aufwendigen, filigranen Malereien. Schon beim Aufstieg werdet ihr einer prächtigen goldenen Buddha-Statue sowie auch zahlreichen Affen begegnen. Seid gewarnt: Diese frechen Kerle scheuen sich nicht, euch eure Snacks direkt aus den Händen zu stibitzen!

Buddha-Statuen im Höhlentempel von Dambulla. Bild: iStock/hadynyah

Findet Ruhe auf Sri Lankas Hügeln in Kandy

Kandy ist eine pulsierende Stadt überbordend von Kultur, herrlich gelegen inmitten der grünen Hügel Sri Lankas. Wenn ihr nicht gerade eines der in höchsten Ehren gehaltenen Heiligtümer des Buddhismus besucht – den heiligen Zahntempel – und seine schlichtweg hypnotisierende Schönheit während einer spirituellen Zeremonie erlebt, macht einen Spaziergang um den friedlichen See – das Herzstück der Stadt – oder begebt euch in die Hügel, um einen ganz anderen Blick auf die Stadt zu erhaschen. Besucht den nahegelegenen Luckgrove Spice Garden in Matale, um alles über Gewürze zu erfahren: von den wahrscheinlich wirksamsten zur Heilung von Wehwehchen bis hin zu den schmackhaftesten zum Kochen sri-lankischer Currys. Solange ihr in der Gegend seid, macht auch Halt in der Holzwerkstatt von Lakruka, um die beeindruckenden Begabungen der lokalen Handwerkskunst zu bestaunen.

Der heilige Zahntempel in Kandy. Bild: iStock/SamanWeeratunga

Nehmt einen Zug von Kandy und Ella nach Nuwara Eliya

Nichts bringt die landschaftliche Vielfalt Sri Lankas so eindrücklich nahe wie eine Bahnreise. Diese absolut malerische Fahrt wird euch vorkommen, als würdet ihr die Welt durch einen Beauty-Filter sehen. Das kühle Klima und die nebelumwobenen Höhen des Hochlands verschaffen euch eine willkommene Atempause von der Hitze der Küste. Während eurer Fahrt seht ihr die berühmten grünen Teefelder, Wasserfälle und zahlreiche Wildtiere. In Nuwara Eliya angekommen, besucht unbedingt eine Teeplantage und eine Teefabrik (die Blue Field Tea Factory etwa ist ein Juwel), um zu erfahren, wie der Ceylon-Tee von „Little England“ hergestellt wird.

Blick auf Teeplantagen aus einem Zug. Bild: iStock/pius99

Steigt in der Pilgersaison auf Adam’s Peak

Der hoch aufragende Gipfel von Sri Lankas heiligstem Berg, Adam’s Peak, erhebt sich über dem üppigen Hochland und lässt sich am besten während der Pilgersaison besteigen – vom Poya-Tag im Dezember bis Mai. Für eindrucksvolle Aussichten, majestätische Sonnenaufgänge und einen Blick in den Schatten des Berges beginnt ihr euren Aufstieg noch in der Nacht und erreicht in der Morgendämmerung den Gipfel und seine Mulde, die einem gigantischen Fußabdruck ähnelt. Seid euch allerdings bewusst, dass dieser Aufstieg nichts für schwache Nerven ist – es gibt immerhin über 5.000 Stufen zu überwinden. Auf bezaubernde und geheimnisvolle Weise strömen jedes Jahr zahlreiche Schmetterlinge an diesen Ort, was dem Adam’s Peak den Spitznamen „Schmetterlingsberg“ eingebracht hat.

Sonnenaufgang über Adam’s Peak. Bild: iStock/danilovi

Entspannt an den Stränden von Beruwala und Bentota

Der palmenumsäumte goldene Sand von Beruwalas „Goldener Meile“ ist der perfekte Platz, um nach Tagen aktiver Erkundung zu entspannen. Abgesehen davon, dass es ein Hotspot für verwöhnende Ayurveda-Behandlungen ist, ist der Ort ideal, um eine ganze Reihe von Wassersportarten wie Schnorcheln, Tauchen und Windsurfen zu genießen. Ein Stück weiter von Beruwala die Küste hinab befindet sich der Bentota-Strand, der wegen seines noch weicheren und glitzernden Sandes – ganz zu schweigen von seiner schimmernden Lagune – den Beinamen „Paradiesinsel“ trägt. Lehnt euch zurück und gönnt euch hier mit einer frischen Kokosnuss eine Pause, während ihr den Sonnenuntergang beobachtet. Willkommen im Paradies!

Strand bei Beruwala. Bild: iStock/T_o_m_o

Erkundet das alte Fort in Galle

Das UNESCO-Weltkulturerbe-Juwel Galle ist berühmt für seine Festung aus dem 16. Jahrhundert und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Von der Fülle an Gebäuden im niederländischen Kolonialstil, verwinkelten Gassen und altehrwürdigen Kirchen bis hin zum Kontrast zu Boutiquen mit Bohème-Chic, stilvollen Cafés und Bars ist Galle ein kreatives Zentrum, das von vielen Touristen unbemerkt bleibt. Besucht auf dem Weg das Meeresschildkröten-Schutzprojekt von Kosgoda, das die große Schildkrötenpopulation der Insel schützen und bewahren hilft. In einer von Freiwilligen betriebenen Aufzuchtstation könnt ihr gerettete Grüne und Karett- sowie weitere Arten von Schildkröten sehen. Wenn ihr wieder unterwegs sind, haltet auch Ausschau nach den „Toddy Tappers“, die wie Akrobaten hoch oben in den Palmen den Nektar der Bäume ernten.

Kolonialbauten und der Leuchtturm bei Galle Fort. Bild: iStock/AsianDream

Tummelt euch in den Wellen im Surfparadies Mirissa

Der Strand von Mirissa liegt friedlich an der Südwestküste Sri Lankas und ist einer der Hotspots des Landes für Surfer. In pittoresker Sichelform mit wunderschönem, klarem Wasser ist diese palmengesäumte Bucht ein Paradies sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene, um in die Wellen zu tauchen. Zudem ist hier einer der wohl besten Orte, um allen modernen Trubel zu vergessen. Es erwarten euch bescheidene Gasthäuser, Strandhütten und einfache Restaurants zusammen mit rundum entspannter Atmosphäre. Von November bis April habt ihr vielleicht auch Gelegenheit, Wale und Delfine in den Tiefen des warmen Indischen Ozeans zu beobachten. Wenn ihr noch etwas weiter in Richtung Koggala bei Weligama reist, könnt ihr auf Sri Lankas typischen Anblick von Stelzenfischern treffen, die hoch über dem Wasser sitzen und auf ihren Fang des Tages warten.

Surfer am Strand von Mirissa. Bild: iStock/traumschoean